Die offizielle Homepage des Kunstverein gegenwart e.V. aus Leipzig.

Jacob Friedländer

Sei es 2014 mit der Einzelausstellung „Operation Doppelschlag“ oder 2015 im Rahmen einer Gruppenausstellung „Das andere Auge“ in Dresden – Jacob Friedländer (*1989) ist in vielen Präsentationen vertreten. In kehrtwenden : weitergehen wird der junge Künstler mit einer Objektinstallation zu sehen sein, die die Betrachter_innen auch auf humorvolle Art und Weise in die Thematik des Scheiterns miteinbezieht. Jacob Friedländer studiert seit 2010 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Wilhelm Mundt und Prof. Christian Sery.

http://www.jacobfriedlaender.com/

Anuk Miladinović 

Anuk Miladinović (*1984) absolvierte von 2005–2011 ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste in München und war anschließend Meisterschülerin bei Prof. Peter Kogler. 2015 wurde der in Basel geborenen Videokünstlerin ein Projektstipendium des Bayerischen Staatsministeriums ermöglicht. Die Künstlerin arbeitet multidisziplinär, erst mit Installationen, später viel mit Videokunst. In ihren Videoarbeiten zeigt sie Protagonist_innen, die ohne Interaktion pausenlos ihren Choreographien gehorchen. In den perfekt inszenierten und makellosen Schauplätzen, die an Bühnenräume erinnern, warten die Zuschauer_innen vergebens auf das Eintreten eines Ereignisses. Diese Nicht-Erzählungen sind besonderes Merkmal der banal und alltäglich wirkenden Handlungen. Irritation und Vertrautheit liegen für die Betrachter_innen oft sehr nah beieinander.

Jennifer Mattes

Jennifer Mattes (*1982) studierte von 2007–2015 Kunst und digitale Medien an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 2014 wurde sie dort mit dem Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet. Die Künstlerin arbeitet in ihrer Videokunst an der Schnittstelle zwischen Dokumentation und Fiktion. Im Internet gefundene Video- und Amateuraufnahmen, sogenannte Found-Footage-Fragmente, überlagert sie mit Tonaufnahmen bedeutender Filme oder Vorträge über Bild- und Bühnenräume und schafft dadurch pointiert eine vollkommen neue Bedeutungsebene. Unter Verwendung dieser Massenmedien und verschiedener Soundfragmente spricht sich Jennifer Mattes in ihren filmischen Arbeiten zudem für eine gewisse Gesellschafts- und Systemkritik aus.

Sebastian Winkler

Sebastian Winkler (*1979) studierte von 2000 bis 2006 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof. Max Kaminski und Prof. Erwin Gross. Seine erste Monografie „musée des matériaux“ erschien 2015 im Kerber Verlag. Sebastian Winkler dekonstruiert in seinen Installationen und Textarbeiten erlebte Momente bis auf ihren wesentlichen Kern und übersetzt diese in ein System aus Material und Sprache. Das Zusammenspiel eines sorgfältig ausgewählten Materialrepertoires – beispielsweise Schamottsteine, Holzkohle, Draht, Leinen und Stoffe – mit Textarbeiten und dem sie umgebenden Ort eröffnet für die Betrachter_innen einen Assoziationsraum, der stets individuell lesbar bleibt. Der Künstler lebt und arbeitet in Karlsruhe.

http://sebastianwinkler.net/

Daniel Kockro

Daniel Kockro (*1990) studiert seit 2014 Fotografie in der Masterklasse der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle (Saale). In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit den Orten und Denkmälern, an denen Erinnerung und kollektives Gedächtnis verhandelt wird. Fasziniert von der Beschaffenheit des fotografischen Mediums, begleitet dabei stets eine Selbstreferenzialität seine Arbeiten. In kehrtwenden : weitergehen ist Kockro mit einem Künstlerbuch vertreten, welches den Topos des sogenannten “Gedächtnis der Orte” aufgreift und hinterfragt. Daniel Kockro lebt und arbeitet in Leipzig und Halle.

Joshua Schwebel

Joshua Schwebel (*1980, Toronto) studierte an der Concordia University in Montreal sowie am Nova Scotia College of Art & Design. Seine performativen Arbeiten greifen kritisch in das Verhältnis zwischen Institutionen, Künstler_innen und Publikum ein. Dabei beschäftigen ihn häufig die Möglichkeiten, Widersprüche und Zwänge von kultureller und künstlerischer Arbeit. So manipuliert Schwebel beispielsweise Publikumszahlen, inszeniert Transferkreisläufe von immateriellen und monetären Werten oder legt die Bewertungskriterien offen, die an Kulturinstitutionen gestellt oder von ihnen selbst angelegt werden. 2015 kam Schwebel als artist in residence an das Québec Studio des Künstlerhauses Bethanien in Berlin. Seitdem lebt und arbeitet der Kanadier in der deutschen Hauptstadt.

Marcel Große

Kunst und Technik – wie passt das zusammen? Diese Frage beantwortet uns der Künstler Marcel Große (*1981) in der diesjährigen Jahresausstellung. Er nutzt die Naturwissenschaften als Grundlage seiner Installationen und betreibt „Forschungs-Kunst“, u.a. mit Lichtblitzmaschinen, welche Teilchenbeschleunigern nachempfunden sind. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Derzeit lebt und arbeitet er in Hamburg.

Elisa Haug

„In meiner künstlerischen Arbeit nähere ich mich meinen Themen forschend durch intermediale Herangehensweisen. Diese beinhalten Malerei, Zeichnung, Performance und Installation. Im Kreisen um Fragen der Identität im kulturellen und gesellschaftlichen Kontext, dem Untersuchen von Ritualen, Strukturen und Gewohnheiten, der Auseinandersetzung mit Orten, die sich im Zustand der Transformation und dem Hinterfragen der eigenen Existenz verbinden sich die Arbeiten miteinander.“ (Elisa Haug zu ihrer Arbeit „No Instant Gratification“)

Die Künstlerin Elisa Haug (*1976) absolvierte ihre künstlerische Ausbildung u.a. an der Staatlichen Akademie in Stuttgart, an der Universität der Künste Berlin (Klasse: Daniel Richter) und in Slowenien. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

http://www.elisahaug.de

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